In Ulm, um Ulm und um Ulm rum

Aktuelle Informationen aus dem Behindertenbereich


 

"Stadttipps" für Menschen mit Behinderung im Stadtgebiet Ulm / Neu-Ulm sind jetzt online

Die Stadttipps für Menschen mit Behinderung sind ein Projekt des "Club „Körperbehinderte und ihre Freunde" der Caritas Ulm.

Der Club „Körperbehinderte und ihre Freunde" ist Anlauf- und Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung, deren Angehörige und Interessierte. Er fördert die Eigeninitiative behinderter Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener und ermutigt sie zur Teilnahme am Leben in der Gesellschaft. Außerdem versucht der Club durch geeignete Maßnahmen und Initiativen, die Lebensbedingungen behinderter Menschen zu verbessern und eine aktive, partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Menschen mit und ohne Behinderung zu ermöglichen. Der Club macht auch auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft aufmerksam.

Vieles hat sich im Lauf der letzten Jahre in der Region verbessert. Die Clubmitglieder wünschen sich, dass sich diese Entwicklung fortsetzt und weitere bauliche Barrieren entfernt, Menschen mit Behinderung integriert und vor allem die Barrieren in den Köpfen vieler Menschen abgebaut werden.

Unter www.stadttipps-ulm.de können Informationen zur Barrierefreiheit von öffentlichen Orten und Einrichtungen abgefragt werden.
Die Stadttipps für Menschen mit Behinderung geben einen detaillierten Überblick, inwieweit öffentliche Gebäude wie
beispielsweise Behörden, Restaurants, Geschäfte und vieles mehr für Menschen mit einer Behinderung zugänglich sind.
Ziel ist es diesem Personenkreis, aber genauso auch Älteren oder Eltern mit Kinderwagen ein niederschwelliges
Informationsangebot zur Verfügung zu stellen und somit den Alltag zu erleichtern.

24.02.2011


Die Ulm/Neu-Ulm Touristik hat auf ihrer Internetseite eine Liste rollstuhlgerechter Unterkünfte veröffentlicht.

http://tourismus.ulm.de/tourismus/_pdf/UNT-eigene_pdfs/UNT_RolliHotels.pdf


Begleitservice für Behinderte auf Weihnachtsmarkt

Ulm.  18.11.2010 aus SÜDWEST AKTIV
Damit behinderte Menschen entspannt den Ulmer Weihnachtsmarkt besuchen können, der am 22. November auf dem Münsterplatz eröffnet wird, gibt es dieses Jahr einen kostenlosen Begleitservice und zwar an den Adventswochenenden samstags und sonntags zwischen 14 und 18 Uhr. Das kündigt Hartmut Dorow, der ehrenamtliche Behindertenbeauftragte der Stadt Ulm an. Wer diesen Begleitservice in Anspruch nehmen will, kann sich vorher anmelden bei Hedi Schell (siehe Info). Eine Anmeldung ist auch über den Anrufbeantworter möglich, jedoch sei die Zusage erst bei Rückruf und nach persönlicher Absprache verbindlich. Die Beteiligten treffen sich dann zum vereinbarten Termin im Stadthaus auf dem Münsterplatz.

Diese Aktion habe sich die Arbeitsgruppe Tourismus bei der Stadt Ulm ausgedacht, teilt Dorow weiter mit. Deren Mitglieder seien engagierte Bürger aus verschiedenen Behindertenorganisationen sowie Mitarbeiter der Stadt Ulm und der Ulm/Neu-Ulm Touristik.
Hedi Schell, Vorsitzende des Ulmer Vereins "Gemeinsam reisen mit Behinderten", koordiniere die einzelnen Hilfen zwischen den behinderten Menschen und den Helfern des Begleitservice. Letztere kommen unter anderem aus dem VdK-Kreisverband Ulm.

Info Anmelden für den Begleitservice unter Tel. (0731) 403 70 51.


Test: Öffentliche Toiletten in Ulm von SWP 18.11.2010 (Auszug)

Von uns hier nur rolligerechte WC vermerkt

Toilette Ecke Wengengasse / Neuer Graben
Betreiber: Wall AG, Öffnungszeiten: 24 h
Sonstiges: Behindertengerecht, 20 Minuten Nutzungszeit (gleiches Modell wie am Willy-Brandt-Platz)
Gesamteindruck: Die Toilette bietet sehr viel Platz. Dies ist vor allem dann von Vorteil, wenn Besucher mit vielen Taschen, oder einem Kinderwagen unterwegs sind. Ansonsten wirkt das Interieur schon etwas mitgenommen. Da sich die Toilette nach jedem Besuch selbst reinigt und desinfiziert, kann in Sachen Hygiene wenig beanstandet werden. 

Toilette im Parkhaus Fischer Viertel
Betreiber: Ulmer Parkbetriebs-GmbH, Öffnungszeiten: 24 h
Sonstiges: Behinderten-WC, Wickelraum  

Toilette in der Glöcklerstraße (Busparkplatz gegenüber Steinerner Brücke)
Betreiber: Stadt Ulm, Öffnungszeiten: 9 Uhr – 17 Uhr
Sonstiges: Behindertentoilette vorhanden 

Toilette am Lautenberg
Betreiber: Stadt Ulm , Öffnungszeiten: 6 Uhr - 20 Uhr
Sonstiges: Behindertentoilette im EG
 

Toilette im Parkhaus am Rathaus „Neue Mitte“
Betreiber: Ulmer Parkbetriebs-GmbH, Öffnungszeiten: 24 h
Sonstiges: Wickelraum, Behinderten-WC

Toilette am Willy-Brandt-Platz
Betreiber: Wall AG, Öffnungszeiten: 24 h
Sonstiges: Behindertengerecht, 20 Minuten Nutzungszeit
 


Auszug aus der Ulmer Stadtkarte für Behinderte (Innenstadtbereich)


Der Verein stellt sein  Programm für 2011 vor AusgebuchtAusgebuchtAusgebuchtAusgebucht

vom 27.06.-04.07.2011 findet u.a. eine Reise nach Alkmaar/Holland statt (Ausschreibung als .pdf)   AusgebuchtAusgebucht


Artikel vom Samstag 17.10.2009 aus SÜDWEST AKTIV

     >>> SÜDWEST PRESSE - Ausgabe Ulm /  <<<

Eine reiselustige Gruppe

Verein organisiert Mehrtagesfahrten und Tagesausflüge für Behinderte

Mobil trotz Rollstuhl oder anderer Behinderung: Seit 20 Jahren organisiert der Verein "Reisen mit Behinderten" Fahrten in Deutschland und Europa. Unterwegs ist die Gruppe meist im Spezialbus.

"Ich bin immer schon gerne gereist." Der Satz klingt zunächst nicht sonderlich spektakulär. Für Heinrich Prüller ist das Reisen aber nicht selbstverständlich - der Rentner sitzt im Rollstuhl. "Vor 25, 30 Jahren gab es für Behinderte so gut wie keine Möglichkeit zu reisen" sagt Prüller. "Oder es war sehr, sehr teuer." Daher hat er die Eigeninitiative ergriffen und vor 20 Jahren den Verein "Reisen mit Behinderten" mitgegründet. Während der ganzen Zeit war er Vorsitzender, erst vor kurzem hat er sein Amt an Hedwig Schell abgegeben, die seit sechs Jahren Vereinsmitglied ist.

"Ich bin froh, dass es weitergeht", sagt Prüller. Kurze Zeit hatte es so ausgesehen, als müsse der Verein mit seinen 120 Mitgliedern mangels Vorsitzenden aufgelöst werden. Um das zu verhindern, hat sich schließlich Schell zur Verfügung gestellt. "Der Verein ist wichtig", sagt sie. "Ohne ihn könnten viele nicht mehr verreisen." Denn den Anforderungen von Behinderten würden die wenigsten Anbieter gerecht.

Das fängt beim Transportmittel an. Bis sie zu ihrem komfortablen (Prüller: "Zumindest wenn alles funktioniert") Reisebus bei der Firma Zenker/Probst in Ichenhausen kamen, haben die Vereinsmitglieder einiges mitgemacht. Die ursprüngliche Busfirma musste ihre Geschäfte aufgeben, die erste Fahrt mit Probst fand dann in einem umgebauten Linienbus statt - ohne Toilette, geschweige denn einer rollstuhlgerechten. So ist die Gruppe bis nach Rom gefahren. "Wir haben das aber alle überstanden", sagt Prüller. "Behinderte sind leidensfähig." Die Firma Probst sei dem Verein dann entgegengekommen und hat einen Bus mit Lift gekauft - allerdings mit finanziellem Beitrag durch den Verein. "Dann konnte es richtig losgehen", sagt Prüller. Eines der Reiseziele, die bis heute der zweite Vorsitzende Harald Tamanini auswählt, war Istanbul. Eine tolle Erfahrung, erzählt Prüller. Insgesamt 30 fuhren mit, darunter vier oder fünf Rollstuhlfahrer. "Und dann standen wir vor einer mehrspurigen Straße in Istanbul", erzählt Prüller. "Ich dachte, da kommen wir in drei Jahren nicht rüber." Er zupfte kurzerhand einen Polizisten, der an der Straßenecke stand, am Ärmel und gestikulierte in Richtung andere Straßenseite. Der Beamte stoppte daraufhin den gesamten Verkehr, die Gruppe kam auf die andere Seite. "So etwas erlebt man nicht, wenn man zuhause sitzt."

Reisen mit weiter Entfernung sind in den letzten Jahren allerdings nicht mehr so viele drin gewesen: Inzwischen ist die Anzahl der Rollstuhlfahrer auf 15 angewachsen, viele sind nicht mehr so mobil wie am Anfang. "Da dauert alleine das Verladen der Rollstühle ewig."

Umso wichtiger ist, dass die Hotels behindertengerecht sind. Das fängt bei der Türbreite an, geht über geräumige Toiletten bis hin zu Pflegebetten, berichtet Prüller. Besonders in den neuen Bundesländern haben sich viele der neu entstandenen Hotels darauf eingestellt. Im Jahr unternimmt die Gruppe rund zwei Mehrtagesfahrten, diesmal ging es etwa für eine Woche nach Rheinsberg in Brandenburg. Dazu kommen drei bis vier Tagesausflüge, die der Verein organisiert. Die Gruppe freut sich über Neuzugänge. "Unser Problem ist, dass uns der Nachwuchs fehlt."

Info: Eine Gelegenheit zum Kennenlernen bietet sich am heutigen Samstag ab 15 Uhr auf der Feier zum 20-jährigen Bestehen des Vereins im Haus der Begegnung in Ulm.

Kontakt mit Hedwig Schell kann man aufnehmen unter Tel. (0731) 403 70 51,Infos unter http://www.reisen-mit-behinderten-ulm.de

 

YASEMIN GÜRTANYEL, Ulm


aus: Südwest Presse Online vom 01.11.2009
 

Ulm - ein Paradies für Rollstuhlfahrer?


Enge Gänge, Randsteine, Kopfsteinpflaster: Ein Rollstuhlfahrer trifft im Alltag auf viel Hindernisse. Zusammen mit Rolli-Fahrerin Yvonne Gabele haben wir getestet, wie barrierefrei die Ulmer Innenstadt ist. Video ansehen!

Katharina Gabel

 

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Radlänge für Radlänge schiebt sich Yvonne Gabele den Hügel zum Ulmer Münster hinauf. Ein kräftiger Stoß aus dem Unterarm - wieder ein kleines Stück geschafft.

Was für einen Fußgänger nur eine sanfte Steigung ist, ist für die 23-Jährige ein anstrengendes Stück Arbeit. Die Söflingerin sitzt seit ihrer Kindheit im Rollstuhl. "Ganz schön anstrengend", sagt sie ein wenig außer Atem. Den Hügel zum Münster bewältigt Yvonne Gabele allein, nimmt die Steigung zu, ist sie auf die Hilfe ihrer Assistentin angewiesen. Ein Assistent begleitet die Rollstuhlfahrerin oft: zu Terminen in der Stadt oder beim Einkaufen. "Wenn ich Abends eine Freundin treffe, bin ich natürlich allein unterwegs", betont die 23-Jährige, die sich als sehr selbständige Rollifahrerin einschätzt.

"Ulm ist im Gegensatz zu anderen Städten sehr behindertengerecht", stellt die junge Frau fest. Zu 80 Prozent komme man hier als Rollstuhlfahrer gut zurecht, öffentliche Einrichtungen seien gut für Rollifahrer gerüstet. Trotzdem gibt es auf dem Weg durch die Ulmer Innenstadt Hindernisse: Treppen zum Beispiel oder hohe Bordsteinkanten. Die kann die 23-Jährige nicht allein überwinden.

Die Hand an der Bremse ihres blauen Rollis poltert Yvonne Gabele über gleichmäßiges Kopfsteinpflaster den Lautenberg hinunter in Richtung Fischerviertel. Im Fischerviertel ist Yvonne so gut wie nie: Das Kopfsteinpflaster dort ist zu unregelmäßig. Die zentimeterbreiten Abstände zwischen den Steinen könnten leicht zu einer gefährlichen Stolperfalle werden, wenn die Räder in den Fugen hängen bleiben. Auch viele Cafés und Geschäfte im Fischerviertel seien schlecht auf Rollstuhlfahrer vorbereitet, findet die 23-Jährige. Positiv ist Yvonne das Café "Spazz" aufgefallen: Durch die Drehtür am Eingang kommt Yvonne zwar nicht, allerdings gibt es direkt daneben eine Tür für Rollstuhlfahrer und Kinderwägen. Die stellvertretende Betriebsleiterin Aileen Müller bestätigt: In der Kundschaft gebe es viele Rollstuhlfahrer.

Yvonne Gabele ist an einen der Tische gefahren und stützt die Unterarme auf die Tischplatte. Das kann die 23-Jährige nicht in jedem Café, oft kann Yvonne nicht einmal über den Tisch schauen.  "Man sucht sich die Bars und Cafes schon danach aus, wie die Tische aussehen und ob man überhaupt richtig rein kommt oder nicht", beschreibt die Rollstuhlfahrerin. Denn: "Wenn man zuerst fünf Cafés abfährt, in die man dann nicht rein kommt, ist das demotivierend. Dann hat man auch keine Lust mehr." Weiteres Kriterium für die junge Frau sind die Toiletten. Es bringe nichts, wenn man zwar problemlos in eine Bar hineinfahren kann, die Toiletten aber nur über eine Treppe zu erreichen sind. Hier müssten noch viele Cafés, Bars und Kneipen aufholen.

Szenenwechsel: In "Henry's Coffee World" in der Bahnhofstraße ist der Teufel los. Die Sitztresen sind voll besetzt, durch den schmalen Gang zwischen Bar und Gastbereich drängen sich Bedienungen und Gäste. Yvonne schüttelt bereits beim ersten Blick in das Café den Kopf. "Das ist zu eng für mich. Und die Tische sind viel zu hoch." In "Henry's Coffee World" kennt man das Problem: "Hier ist es leider viel zu eng. Das Café rollstuhlgerecht zu gestalten, ist eigentlich nicht machbar", bedauert eine Mitarbeiterin. Die Filiale in der Hirschstraße sei jedoch behindertengerecht. Dort gebe es ausreichend Platz, flache Tische und eine Behindertentoilette.

Auf dem Weg zur Straßenbahnhaltestelle am Bahnhof spricht Yvonne ein weiteres Problem an: das Bus fahren. Hier habe sich zwar schon viel gebessert, trotzdem sei sie manchmal auf fremde Hilfe angewiesen; beispielsweise wenn ein Busfahrer nicht nah genug an den Bordstein heranfährt. Außerdem gebe es nicht überall abgesenkte Randsteine. Von den Busfahrern wünscht sich Yvonne, dass diese mehr helfen: "Das ist in zwei Minuten passiert", findet sie. Auch im Allgemeinen freut sich die junge Frau über hilfsbereite Menschen. Aber: "Wenn ich merke, dass ich etwas allein schaffe, möchte ich das auch allein machen."


aus: Südwest Presse Online vom 07.04.2010

 

Wohnungen statt Heime

Ulm.  Weg von großen Heimen, hin zu vielen kleinen dezentralen Angeboten - so sieht die Betreuung behinderter Menschen künftig auch in Ulm aus.

Früher wurde die Betreuung Behinderter an wenigen zentralen Orten organisiert. Doch die Zeiten sind vorbei, im gemeinsamen Teilhabeplan der Stadt Ulm und des Alb-Donau-Kreises ist die Dezentralisierung der Angebote festgeschrieben. Walter Lang, Leiter der städtischen Abteilung Ältere, Behinderte, Integration (ABI), berichtete in der jüngsten Sitzung des Fachbereichsausschusses Bildung und Soziales über den Stand der Umsetzung. So entstanden in Laichingen, Dornstadt und Blaustein Wohngruppen und Arbeitsplätze - näher an den Sozialräumen, aus denen die behinderten Menschen stammen.

In Ulm, bei den großen Trägern der Behindertenhilfe Tannenhof und Lebenshilfe, bedeuteten die dadurch frei werdenden Kapazitäten die Chance, den "Sanierungsstau aufzulösen" und den Charakter der großen Heime zu verändern, um ihnen eine neue Konzeption zu geben. Früher war der Tannenhof in Wiblingen für 360 Plätze ausgelegt, in der Planung bis zum Jahr 2017 sind noch 111 Plätze vorgesehen. Also werden von den bisherigen fünf Wohnhäusern mittelfristig nur noch drei gebraucht. Die Renovierung des ersten Hauses ist angelaufen, zwei weitere folgen im Jahresrhythmus. Durch das Auflösen von Gemeinschaftsbädern und den Einbau von Einzelbädern gibt es automatisch weniger Plätze.

Walter Lang: "In zwei Häusern sind aktuell noch behinderte Menschen von auswärts untergebracht. Die Gebäude wurden vor einigen Jahren light-saniert." Aber auch deren Heimatkommunen müssten mittelfristig eine andere Betreuung dieser Menschen organisieren. "Dann können wir am Tannenplatz über eine andere Nutzung der Gebäude nachdenken und das Gelände öffnen. Der Heimcharakter wird verschwinden und das Areal in fünf Jahren sicher ganz anders aussehen als heute."

Wie der ABI-Chef weiter berichtete, gibt es in Ulm in anderen Bereichen der Behindertenhilfe Nachholbedarf: bei den ambulanten Wohngruppen und der Betreuung in Fremdfamilien. Laut Lang hat die Stadt bereits die Zusage von der "Aktion Mensch", dass es für eine vierjährige Aufbauphase Fördergelder geben wird.

Bisher ist es so, dass behinderte Menschen meist sehr lange bei ihren Eltern wohnen, bis diese zu alt sind, um sich selbst um sie kümmern zu können. Für die Behinderten aber ist eine Umstellung der Lebensumstände mit 40 oder mehr Jahren dann häufig mit großen Schwierigkeiten verbunden. "Wenn die Weichen frühzeitig gestellt werden - wie bei nichtbehinderten Menschen auch, die die Obhut ihrer Familien viel früher verlassen - ist das einfacher", sagte Lang. Im Übrigen sei die Stadt in diesem Bereich in Verhandlungen mit anderen Trägern als Tannenhof und Lebenshilfe: "Wir wollen Wettbewerb."

Was in Ulm auch fehlt, sind barrierefreie und trotzdem bezahlbare Wohnungen. Lang: "Wir sind diesbezüglich aber schon im Gespräch mit hiesigen Wohnbauträgern."